Die Augenquelle entspringt mitten im Orte, und zwar am Fuße des Flatscherschen Parkhügels, unmittelbar vor dem Krämerhause (Villa "Schwarzkopf"). Dieselbe soll über Anordnung des Cardinals Schwarzenberg gefasst worden sein und von dessen Baumeister Moser gleichzeitig mit der von ihm renovierten Fürstenquelle die gegenwärtige Einrichtung erhalten haben. Sie bezieht ihr Wasser, ihrer Lage nach zu urteilen, aus dem Untergrunde des genannten Hügels und kommt, wie schon erwähnt, aus bedeutender Tiefe. Sie ist, ähnlich wie die Fürstenquelle, mit einem hölzernen Pavillon umgeben, welcher mit Sitzplätzen versehen ist und durch seine zwei seitlichen Eingänge den Durchgang gestattet. Der Strahl fließt ungefähr in Fingerdicke, und zwar stets in ziemlich gleicher Stärke, aus einer gusseisernen Röhre in ein steinernes Becken, aus welchem das Wasser durch eine am Grunde befindliche Öffnung wieder abläuft. Die Quelle galt beim Landvolke stets als augenstärkendes Mittel und wird von demselben noch gegenwärtig als solches in Ehren gehalten, daher ihr Name. Ihre Temperatur zeigt. während der Saison constant 6° C. Das Wasser trinkt sich sehr angenehm und wirkt in geringem Grade lösend, während die Fürstenquelle, jedoch zumeist nur in der ersten Zeit des Gebrauches, die gegenteilige Wirkung hervorbringt. Dieser Umstand dürfte ohne Zweifel dem größeren Gehalte an schwefelsauren Alkalien zuzuschreiben sein.