Ausgut bis Oktober 2004
Impressionen zum Nationalpark Hohe Tauern
Geformtes Kupfer lebt mit der Kunst
Ausgut bis Oktober 2004
Wilhelm Kastberger, Jahrgang 1945 wohnt mit seiner Familie in Zell am See. Er war Jahrzehnte lang Gendarmeriebeamter. Diesen Beruf übte er mit viel Engagement und auch erfolgreich aus. Mit Oktober 2003 ist er in den wohlverdienten Ruhestand getreten.
Wilhelm Kastberger erlernte aber auch einen Metall verarbeitenden Beruf. Bereits seit seiner Ausbildung interessierte er sich für Kunstschmiede und Kunstschlosserarbeiten.
Vor ca. 35 Jahren begann er mit seinen künstlerischen Arbeiten und ist seit damals in seiner Freizeit als Metallbildhauer tätig.
In Niedernsill befindet sich seine Werkstätte mit einem Garten. Er arbeitet dort mit Werkzeugen aus der ältesten Kupferschmiede des Landes Salzburg, aus dem 16. Jahrhundert, aus dem Lungau.
In diesem Niedernsiller Garten bzw. in dieser Niedernsiller Werkstatt, seinem Niedernsiller Atelier findet Kastberger die innere Ruhe für seine Arbeiten und Werke.
Im Mittelpunkt seiner kritischen Betrachtungen ist in seinen Arbeiten deutlich der Mensch zu erkennen.
Bereits 1976 begann er mit dem Zyklus „Zum Jahr des Kindes“. In der Folge entstanden viele weiter Kunstwerke, fast immer als Zyklen und Projekte. Er setzte sich auch mit seinem Berufsbild bzw. –Umfeld im Zyklus „Gendarmerie“ auseinander.
Weitere Zyklen bzw. Projekte sind:
„Ich – Du – Wir“,
„Kosmos-Schöpfung und Glaube“,
„Visionen und Wege“
„Menschen-bilder – Menschen-rechte – Emigration, Migration, Integration!“
Natürlich auch der Zyklus, der hier im Info-Gebäude nun ausgestellt wird:
"Impressionen zum Nationalpark Hohe Tauern“
sowie zahlreiche Objekte in Kupfer und Stein.
So ein Zyklus umfasst bis zu 21 Bilder, besteht aus getriebenem Kupfer mit Feueremailmalerei – eine ganz besondere Technik.
Der Zeitaufwand für einen solchen Zyklus beträgt ca. 3 – 5 Jahre.
Wilhelm Kastberger konnte in zahlreichen Gemeinschafts- und Einzelausstellungen im In- und Ausland seine Werke präsentieren.
Eine besondere Ausstellung war im August 2003, wo Wilhelm Kastberger im Rahmen einer internationalen Menschenrechtskonferenz von Prison Fellowship International in Toronto sein Projekt „Menschenbilder – Menschenrechte“ präsentieren konnte. Bei dieser Konferenz, bei der Delegierte von 105 Nationen anwesend waren, darunter auch Minister und Bischöfe, wirkte Wilhelm Kastberger auch in einer dreiköpfigen Jury mit, wo Kunstwerke Gefangener aus der ganzen Welt bewertet wurden.
Derzeit arbeitet unser Künstler am Projekt „Sprachen-land, Köpfe-land, Wohnland“, das er bis 2006 vollenden möchte. Weiters möchte er noch weitere, bereits in seinem Geist entstandene Ideen umsetzen.
Diese kurze Biographie des Künstlers Wilhelm Kastberger ist bei weitem nicht vollständig, zeigt aber die große künstlerische Begabung und intensive Auseinandersetzung des Künstlers mit aktuellen und philosophischen Themen, zeigt aber auch, dass er ein besonderer Künstler ist.