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Freiwillige Feuerwehr


Chronik


 
Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Fusch an der Glocknerstraße


Werdegang:

Fusch im Pinzgau, die 1. Kaiser-Jubiläums-Feuerwehr, war die 133. Wehr des Herzogtums Salzburg!


Nicht weniger als 50 Männer aus Fusch fanden sich bereit, am 19. Jänner 1908 dem neugegründeten „Verein der freiwilligen Feuerwehr Dorf Fusch“ beizutreten. Die Hauptinitiatoren dieser Gründung waren Oberlehrer Thomas Mayrl, der auch zum ersten Kommandanten gewählt wurde und der Gemeindevorsteher Johann Holzer. Bei ihrer Gründung übernahm die FF Fusch kostenlos die bereits in der Gemeinde vorhandenen Löschgeräte und Ausrüstungsgegenstände sowie die bestehende Spritzenhütte. Noch im gleichen Jahr wurde der Beschluss über den Beitritt zum Landesfeuerwehrverband gefasst und neben der Spritzenhütte ein Schlauchturm aufgestellt.


Ihren ersten Einsatz hatte die junge Wehr am 20. August 1908 beim Brand des Höllererwirtes zu leisten. Ein Jahr später, am 31. Mai 1909, wurde die Vereinsfahne feierlich eingeweiht, die man 1959 einer Restaurierung unterzog. Am 19. November 1910 gründete Thomas Mayrl, innerhalb der Wehr, eine 5 Mann starke Sanitätstruppe. Vor der Anschaffung einer neuen Feuerwehrspritze KÖEBE System 631 von der Firma Rosenbauer, musste 1911 das Spritzenhaus erweitert werden.


Um die Schlagkraft der Wehr bedeutend zu verbessern, entschloss man sich 1913, als erste Feuerwehr im Land Salzburg, eine pferdebespannte Benzinmotor-Turbinenspritze Modell „Mojstrana“, abprotzbar nach dem Patent Koebe System, von der Firma Rosenbauer zu kaufen. Diese für die damalige Zeit supermoderne Spritze wurde einer Dampfspritze vorgezogen, da diese eine erhebliche Vorheizzeit für ihre Funktion benötigte. Die am 2. Mai 1913 gelieferte Spritze hatte eine Wasserlieferung von 400 bis 450 Liter bei 60 Meter Gesamtförderhöhe. Der 10/12 PS starke SpezialBenzin-Motor ist ein vierzylinder Automobilmotor mit Bosch Hochspannungsmagnetzündung, mit neuesten Vergasern und Vorwärmung bei strenger Kälte. Die Kraft vom Motor wird mittels Innenzahnrad auf die Welle der dreistufigen Hochdruckzentrifugalpumpe abgegeben. Für die Pferdebespannung der Spritze wurden die Bauern im Ort verpflichtet, abwechselnd eine Pferdebereitschaft zu stellen. Diese Pferde waren im Stall vom Postgasthof, gegenüber dem Feuerwehrhaus, untergebracht. Besonders gut bewährt hat sich unsere Spritze beim Brand des Schlosses Fischhorn in Bruck am 25. Novermber 1920. Nach Aussage eines Zeitzeugen hat sich nach diesem Einsatz die FF Zell am See auch entschlossen, eine solche Spritze anzuschaffen.


Das erste Auto erwarb die Feuerwehr 1925; es war ein LKW der Marke Nesselsdorfer, 3 t, der von der SAFE um 2.400 Schillinge gebraucht erworben wurde. Die ersten Männer mit Führerschein waren ebenfalls Feuerwehrmänner, und zwar Oberlehrer Hugo Prießl, Schmiedemeister Eduard Leixnering und Straßenwärter Vinzenz Dollinger.


In der weiteren Folge wurde 1933 eine tragbare Leichtmotorspritze Rosenbauer D 40 sowie die erste handbetriebene Sirene gekauft. Vorher war die Alarmierung mittels Kirchenglocken und Hornisten erfolgt. Besonders zu erwähnen ist, dass die Anschaffung der Geräte aus Eigenmittel der Feuerwehr und Spenden der Bevölkerung erfolgte.


Trotz der krisenhaften Zeit und nach langem Überlegen entschloss sich der Verein am 26. September 1937 das 30. Gründungsfestes abzuhalten und bei dieser Gelegenheit die neu angeschafften Benzinmotorpumpe U 50/8 einzuweihen. Diese Pumpe ersetzte nun die veraltete und sehr reparaturbedürftige pferdebespannte Benzinmotor-Turbinenspritze Modell „Mojstrana“. Diese Spritze wurde in der Folge 1938 ausgeschlachtet und verschrottet.


Von der Stadtfeuerwehr Salzburg wurde 1947 die Tragkraftspritze TS 8 erworben. Die TS 8, ein Kriegserzeugnis, entsprach nicht den Erwartungen und wurde 1949 gegen eine moderne Rosenbauer-Pumpe RW 80 umgetauscht. Im selben Jahr erhielt die Feuerwehr eine elektrische Alarmsirene. Am 25. September 1949 feierte die Wehr ihr 40-jähriges Gründungsfest.


1950 wurde der Ankauf eines Rüstwagens Marke Dodge von der freiwilligen Feuerwehr Lenzing O.Ö. getätigt, wodurch das Spritzenhaus wiederum zu klein wurde. Ein Anbau schuf 1951 Abhilfe und konnte nun auch einen Geräteanhänger aufnehmen. 1956 wurde der Rüstwagen Dodge von dem Mannschaftsrüstwagen Opel Blitz mit einer Rosenbauer Vorbaupumpe abgelöst. Zum 50-Jahr-Jubiläum am 29. September 1959 wurde das neu erbaute Zeughaus eingeweiht.


Um die Schlagkraft zu heben, beschaffte man 1964 eine Rosenbauer Tragkraftspritze VW 75 Automatik sowie 2 Handfunkgeräte. 3 Atemschutzgeräte sind seit 1969 in Verwendung.


Da eine immer größere Zahl von Feuerwehrmännern außerhalb des Ortes ihrer Arbeit nachgehen und somit ein rasches Eingreifen im Alarmfall nicht immer gewährleistet schien, spielte man mit dem Gedanken, ein Tanklöschfahrzeug anzukaufen. Großzügige Spenden der Bevölkerung und die Subvention des Landesfeuerwehrverbandes machten 1976 den Ankauf eines Tanklöschfahrzeug Mercedes TL 3000 möglich.


Zur externen Sirenenauslösung kauften wir 1977 ein Sirenesteuergerät und schafften uns für die Menschenbergung aus KFZ einen Motortrennschleifer an. Zur Kommunikationsverbesserung wurden 1979 2 Handfunkgeräte Bosch HFG 81 X-1, 1980 2 Mobilfunkgeräte Bosch KW 83 für die Fahrzeuge und 1981 ein weiteres Handfunkgerät Bosch gekauft.


1980 stand zur Verbesserung der Menschenbergung bei Bränden die Anschaffung von 3 weiteren Atemschutzgeräten am Programm sowie 1982 der Kauf des Stromaggregats Knurz 5BSAF.


1985 war es dann soweit. Wir konnten uns aus Eigenmitteln den schon lange benötigten Mannschaftstranporter VW Type 253 Kombi kaufen, damit nicht immer bei Ausrückungen mit Privatfahrzeugen gefahren werden musste. 1986 erwarben wir noch ein zusätzliches Mobilfunkgerät Bosch für den VW-Bus, die Tauchpumpe Grindex und den Pangratz Anhänger, wo wir die Gerätschaften für die Beleuchtung einschließlich Aggregat aufluden.


1987 bekamen wir endliche die ortsfeste Funkstation Bosch für unser Feuerwehrhaus. Auch kauften wir eine Motorsäge Stihl.


Zum 80-Jährigen Bestandsjubiläum 1989 wurde der in die Jahre gekommene Mannschaftsrüstwagen Opel Blitz durch das Löschfahrzeug VW LT 40 ersetzt. Dieses Fahrzeug ist mit einer Tragkraftspritze BMW TS 12 Fox ausgerüstet. Auch kauften wir im selben Jahr den Anhänger 750 KAZ22 für das Material einer Löschgruppe einschließlich der VW-Pumpe, das bisher im Opel Blitz untergebracht war.


1993 bekamen wir vom Landesverband die Bergeschere Lukas LS 26. Das dazu benötigte Stromaggregat Bosch GF 3400 3 KW stellte uns großzügigerweise die GROHG zur Verfügung.


Die nicht mehr dem Standard entsprechende Einsatzbekleidung wurde 2001 gegen die Einsatzbekleidung Fireshield grün mit blauer Schutzjacke und dem Einsatzhelm Heros ausgetauscht.


In den Jahren 2004-2007 kauften wir 4 neue Handfunkgeräte Niros 1012. Die alten Atemschutzgeräte wurden ebenfalls durch neue Geräte ersetzt.

Da unser Tanklöschfahrzeug schon über 30 Jahre im Einsatz steht, haben wir den Ankauf eines neuen Fahrzeugs ins Auge gefasst. Nach vielen Besichtigungen und Probefahrten entschieden wir uns, ein IVECO Rüstlöschfahrzeug mit einem 3000 lt Tank bei der Firma Lohr-Magirus in Graz in Auftrag zu geben. Um die Steigung der Glocknerstraße besser bewältigen zu können, hat unser neues Einsatzfahrzeug 410 PS. Dieses Löschfahrzeug mit der Bezeichnung RLFA 3000-100 haben wir am 5. Februar 2009 übernommen (technische Beschreibung siehe unten). Mit einem Festakt wurde das Fahrzeug am 25. Juli 2009 offiziell eingeweiht. Für unsere Tragkraftspritze Rosenbauer VW TS 75 aus dem Jahr 1964 gibt es keine Ersatzteile mehr und wir kauften 2009 als Ersatz die Tragkraftspritze Rosenbauer TS 12 FOX3 mit einer Förderleistung von 1600 l/min bei 10 bar.  Auch hatten wir in den vergangenen Jahren durch, den hohen Mannschaftsstand, große Platzprobleme in der Zeugstätte. Unser neues Fahrzeug können wir durch seine Höhe ebenfalls im bestehenden Feuerwehrhaus nicht unterbringen. Daher hat sich die Gemeinde entschlossen, ein neues Multifunktionshaus zu bauen, indem außer der Feuerwehr auch die Bergrettung, die Musikkapelle und andere Vereine untergebracht werden. Der Spatenstich dazu soll 2010 erfolgen.
Die Feuerwehr sucht als Ergänzung zur Chronik Fotos oder Dokumente aus früheren Jahren. Die Unterlagen werden selbstverständlich wieder zurück gegeben, da davon Kopien gemacht werden. Wer etwas hat, soll sich an Sperner Karl Heinz unter 06546/567 wenden.






  
  
  
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